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#23 "Chirin no Suzu" (1978)

"Chirin no Suzu"

aka

"Ringing Bell"

Ein Wolf tötet die Mutter des kleinen Lamms Chirin. Nach der Attacke sucht Chirin nach dem Wolf. Er will genauso stark werden wie er und sich für den Tod seiner Mutter rächen. Der Wolf trainiert Chirin und macht ihn zu einem Kämpfer. Am Ende steht der Kampf zwischen Lehrer und Schüler.

Basierend auf dem Kinderbuch von Takashi Yanase (u.a. "Anpanman" 1973) produzierte die Firma Sanrio, Erfinder von Hello Kitty, zusammen mit dem Animationsstudio Madhouse ("Ninja Scroll" 1993, "Vampire Hunter D" 2000, "Death Note" 2006) den Anime "Chirin No Suzu". Regie führte der relativ unbekannte Masami Hata.

Nach seiner Veröffentlichung im Westen bekam der Film einen berüchtigten Ruf als Schocker. Grund dafür ist der abrupte Stimmungswechsel des Films. "Chirin no Suzu" orientiert sich zunächst am Disneyfilm "Bambi" (1942). Doch die anfängliche Idylle der Schaafsfamilie auf der Weide endet im dramatischen Mord der Schaafsmutter durch den Wolf. Chirin wird zum Weisen. So weit alles wie bei Disney.


Doch dies ist keineswegs das Ende der Gewalt. Chirin entscheidet sich für den Weg der Rache und sucht den Mörder seiner Mutter, lernt von ihm zu töten. Er wendet sich von seiner eigenen Herde ab, will kein schwaches Lamm sein, sondern ein Killer werden, so wie der Wolf. Eine unerwartete Wendung.

Das Image des Kinderfilms verschwindet. Das Opfer, der Held Chirin entwickelt sich zu einem Anti-Helden ohne Mitgefühl. Die Handlungsmotive, das Prinzip Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen, war Grund für viele Länder den Film zu verbieten.

In Japan selbst wurde der Film gerade wegen der Entwicklung des Hauptcharakter als revolutionär aufgefasst. Chirin ist kein "Unschuldslamm" mehr, stellt sich dem übermächtigen Gegner.

Moralisch ist der Film trotzdem äußerst fragwürdig. Am Ende des Films endet Chirin verlassen und allein. Vielleicht dann doch die (gerechte) Moral dieser Geschichte.

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