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Welcome to the N.H.K.

Regie: Yusuke Yamamoto (2006) • 24 Episoden

Im Jahr 2006 animierte Studio Gonzo ("Hellsing" 2001) die Light Novel "Welcome to the N.H.K." von Tatsuhiko Takimoto für den Regionalsender Chiba TV. In 24 Folgen hadert der junge Hauptcharakter Sato mit dem Dasein als Hikikomori. Die selbstgewählte soziale Isolation in den eigenen vier Wänden behandelt die Serie zunächst mit viel schwarzem Humor. Durch äußere Umstände angetrieben, kommt Sato zunehmend in Kontakt mit Menschen. In diesen Begegnungen erfährt er von seelischem Leid, Ungerechtigkeit und Gewalt. Die aussichtslosen Situationen kann der Sozialphobiker ändern indem er simples Verständnis und Empathie zeigt. Unbewusst lernt Sato dadurch mit seinem eigenen Schicksal zu leben und kann andere aus scheinbar aussichtslosen Situationen retten. Dies führt schließlich zu positiven Veränderungen. Sato beginnt das Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Ähnlich wie "Neon Genesis Evangelion" (1995) ist "Welcome to the N.H.K." geprägt von inneren und äußeren Konflikten rund um das Thema Depression. Die Botschaft lautet: Leben heißt Leiden, Verständnis bringt Trost. Die Serie hebt die positive Wirkung menschlicher Beziehungen auf psychischen Erkrankungen hervor und zeigt die Hochglanz Fantasiewelt der Otaku Kultur, in die sich Sato und sein ebenso fanatischer Nachbar Yamazaki flüchten. Als Erlöserfigur tritt Misaki auf, die eines Tages an die Tür klopft und damit alles ändert. Aber so wie alle Charaktere in "Welcome to the N.H.K." hat auch sie eine dunkle Vergangenheit, die sie nicht loslässt.

Die Episoden verbinden Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit, so dass eine ganz eigene Atmosphäre entsteht, bei der verspielte Animationen den wahren Kern zunächst verdecken. Je tiefer man allerdings in die Geschichte eintaucht, desto mehr offenbart sich die humanistische Aussage. Bis zum Schluss hält "Welcome to the N.H.K." die Balance, endet nicht himmelhochjauchzend, sondern ambivalent ernüchternd und bewahrt damit den Anspruch auf eine Serie mit Tiefgang.

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