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#16 "Aoi haru" (2001)

"Aoi haru"

aka

"Blue Spring"

Das "Klatsch-Spiel" macht Kujo zum Anführer einer Schülergang an einer Tokioter High School. Am Geländer des Schuldaches festklammernd muss man möglichst oft in die Hände klatschen und sich danach wieder am Geländer festhalten. Kujo klatscht sieben Mal, so oft wie keiner zuvor und wird zum Anführer ernannt.

Mit seinem einzigen Freund Aoki gerät er in einen Streit. Aoki distanziert sich daraufhin von Kujo und der Konflikt gipfelt in einem dramatischen Selbstmord. "Aoi Haru", dessen Geschichte sich ausschließlich auf dem heruntergekommenen Schulgelände abspielt, erzählt von der Parallelgesellschaft der Schülergang, in der die Lehrer nichts zu sagen haben.

Die Schüler befinden sich in einem Zustand der Apathie. Sie haben keine Pläne und vertreiben sich die Zeit mit sinnloser Gewalt und Nervenkitzel.Dieses Motiv kommt einem bekannt vor, wenn man Toshiaki Toyodas Erstlingswerk "Poruno Sûta" (1998) kennt. "Aoi Haru" ist sein zweiter fiktionaler Film und tritt stimmungsmäßig in die Fußstapfen von "Poruno Sûta".


Ein geheimnisvoller Hauptcharakter, sinnlose Gewalt und eine etwas ziellose Erzählstruktur bilden den Rahmen des Films, der von der schroffen Musik der japanischen Punkband "Thee Michelle Gun Elephant" untermalt wird.

Das eigentliche Thema der Erzählung ist aber die Freundschaft zwischen Kujo und Aoki, die gegen Ende des Films scheitert. Kujo ist soziopathisch veranlagt, eher still und hat Spaß an Gewalt. Aoki hat zwar auch kein Problem mit Gewalt, ist aber positiver eingestellt. Im Vergleich zu allen anderen in der Schule hat er feste Pläne für seine Zukunft. Er will Pilot werden.

Das Setting der heruntergekommenen Schule als Ort der Anarchie. Beschmierte Wände, keine Disziplin, keine Zukunft. All das transportiert der Film fast bis zum Schluss. Doch in der letzten Sequenz, quasi in letzter Minute, zerbricht diese Fassade aus Coolness bei den Jugendlichen und ihr wahrer Charakter kommt zum Vorschein. Für manche leider zu spät.

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