#45 „Hachikô Monogatari“ (1987)

„Hachikô Monogatari“

aka

„Hachi-ko. Ein Hundeleben“

Ein Hund aus der nördlich gelegenen Präfektur Akita kommt kurz nach seiner Geburt zu einer Familie nach Tokyo. Die Tochter, die den Hund eigentlich haben wollte, heiratet kurz darauf und verlässt das Haus. Ohne wirklich gewollt zu sein, kümmert sich der Hausherr, Professor Ueno, von nun an um den inzwischen als Hachi bekannten Hund.

Überraschend stirbt der Professor und Hachi, der mittlerweile zu seinem treuen Begleiter wurde, wird von Haushalt zu Haushalt weitergereicht bis er schließlich als Straßenköter in Tokyo umherstreunt.

Doch dabei verfolgt er einen festen Tagesablauf. Als sein Herrchen noch lebte, begleitete Hachi ihn jeden Tag zur Bahnstation und wartet am Abend an selber Stelle dort auf Ueno. Dieses Ritual setzt er auch nach dem Tod von Ueno fort und wartet jeden Abend vergeblich vor den Toren der Station.

Der Hund, dessen Treue über den Tod hinaus ging, erweckt die Aufmerksamkeit eines Journalisten und seine Geschichte verbreitet sich über das ganze Land. Doch für Hachi hat das keine Bedeutung und er stirbt nach über 10 Jahren des Wartens vor dem Bahnhof.

Ein Film für die Tränendrüsen, der Vielen von der US-Verfilmung mit Richard Gere bekannt sein wird. Die Urfassung von Regisseur Seijiro Koyama aus dem Jahr 1987 arbeitet den Mythos des treuen Akita-Inus für die Kinoleinwand auf. Shindo Kaneto schrieb dafür das Drehbuch.

Der echte Hachi wurde 1923 geboren und lebte bis 1935. Wie die Verfilmung auch erwähnt, machte ein Zeitungsbericht den Hund in ganz Japan bekannt. Zu Ehren des treuen Begleiters wurde noch zu Hachis Lebzeiten eine Bronzestatue vor dem Bahnhof Shibuya in Tokyo aufgestellt, die noch bis heute an dieser Stelle zu finden ist. Der ausgestopfte Körper von Hachi ist zudem im Nationalmuseum für Naturwissenschaften in Tokyo ausgestellt. Ein ziemlicher skurriler Anblick. Anders als der Film, der Erklärungsversuche für die Begeisterung an dem Hund liefert.

Trailer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.