#41 „Koruto wa ore no pasupooto“ (1967)

„Koruto wa ore no pasupooto“

aka

„A Colt is my Passport“.

Kamimura ist Auftragskiller. Nach dem Mord an einem Yakuza-Boss muss er das Land verlassen. Aber sein Auftraggeber verrät ihn und die sichere Flucht verwandelt sich in eine tödliche Verfolgsjagd.

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Kamimura

An Kamimuras Seite steht Shiozaki. Die beiden sind ein eingespieltes Team und wissen wie sie ihren Job zu erledigen haben. Als Shiozaki in die Hände der Yakuza fällt, sieht sich Kamimura gezwungen einen Deal einzugehen.

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Shiozaki u. Kamimura

Die Kellnerin Mina komplettiert das Trio. Auf ihrer Flucht von Tokyo nach Yokohama hilft sie den beiden, indem sie ihnen Unterschlupf bietet. Doch die Femme Fatale kann Kamimura letztendlich auch nicht retten und muss ihn vor dem Showdown mit den Yakuza allein zurücklassen.

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Mina

In der Hauptrolle spielt Joe Shishido . 1954 wurde er exklusiv vom Filmstudio Nikkatsu unter Vertrag genommen und spielte in 170 Filmen des Studios mit. Die Figur des Kamimura ist stellvertretend für seine Paraderolle – dem Anti-Hero. In den meisten Filmen (z.B. Branded to KillYouth of the Beast ) spielt er den liebenswerten Bösewicht, der mit moralischer Überlegenheit, die „wahren“ Bösewichte besiegt. Im Japanischen gibt es für den Ehrenkodex des Anti-Helden ein eigenes Wort – „Jingi“.

truefoes: “ A Colt is My Passport (dir. Takashi Nomura — 1967) ”

Der Film prägt das Genre des Nikkatsu-Noir.  Damit sind Filme des Studio Nikkatsu gemeint, die sich bei Elementen der französischen Nouvelle Vague und dem amerikanischen Film Noir bedienen. Diese Filmen hatten ihre größte Popularität in den 1960er- und 1970er-Jahren.

A COLT IS MY PASSPORT startet als ein Großstadt-Western und verlagert dann die Handlung in die Hafenstadt Yokohama. In einem kuriosen Endkampf sieht sich Kamimura mit einer Übermacht an Yakuza konfrontiert.

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Im Verlauf des Films lassen sich viele Stereotype späterer Filme erkennen. Die Figurenkonstellation bestehend aus (Anti-)Held, Helfer und Femme Fatale durchziehen unzählige Klassiker des Yakuza-Genre. Besonders in den Filmen von Suzuki Seijun . Auch die Anleihen am Spaghetti-Western machen sich im Soundtrack und der Bildkomposition hör-und sichtbar. Die Handlung erzählt sich daher an vielen Stellen allein durch Kameraeinstellungen und vermeidet lange Dialoge.

Wer einen Einstieg in die Welt des Yakuza-Films sucht, ist mit A COLT IS MY PASSPORT bestens bedient. Die stylish knackigen 84 Minuten lassen keine Langeweile aufkommen und machen Lust auf mehr.

Trailer:

 

 

 

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