#30 „Kimi no Na wa.“ (2016)

Kimi no Na wa.“

aka

„Your Name.“.

Ein Junge aus Tokyo und ein Mädchen aus einem kleinen Bergdorf tauschen in unregelmäßigen Abständen ihre Körper. Beide wissen nicht wieso dies geschieht, haben sich noch nie getroffen und können sich nur sehr wage an das Erlebte erinnern.

MITSUHA lebt mit ihrer Schwester und Großmutter in dem kleinen Dorf. Sie hält das Leben in der Kleinstadt nicht mehr aus und sehnt sich nach der Großstadt. TAKI lebt in Tokyo mit seinem Vater und geht wie Mitsuha in die Oberstufe.

In Mitsuha´s Dorf bereiten sich alle auf ein großes Fest vor, in dessen Vorfeld sie zusammen mit ihrer Schwester und Großmutter traditionelle Rituale einstudiert. Gleichzeitig blicken alle mit großer Erwartung auf den Vorbeiflug eines Meteoriten, der nur alle 1200 Jahre so nah an die Erde kommt.

Doch seit dem Abend des Festes und des Meteoritenfluges kommt es zu keinen Körperwechseln mehr. In den darauffolgenden Tagen geht Taki der Sache auf den Grund und versucht seine verschwommene Erinnerung an die fremde Identität aufzufrischen. Durch sein zeichnerisches Talent kann er Bilder aus seiner Erinnerung zu Papier bringen und kommt schließlich auf den Ort, an dem Mitsuha lebt.

Der Ort existiert aber seit 3 Jahren nicht mehr…

Der Film spielt mit verschiedenen Zeitebenen und setzt sehr stark auf die Mittel der Montage, um zuerst Spannung und im späteren Verlauf Mitgefühl zu erzeugen. Da KIMI NO NA WA noch ganz neu ist und in Japan erst Ende August erschienen ist, möchte ich nicht zu viel von der Geschichte vorwegnehmen.

Regisseur Makoto Shinkai gelingt es seine beiden Hauptcharaktere dynamisch darzustellen und verbindet intelligentes Storytelling mit viel Emotion und technischem Können. Die Musik trägt ebenfalls ihren Teil dazu bei. Immer wieder gibt es kleinere Zwischensequenzen, die mit passenden Liedern als Zusammenfassung das Geschehene kommentieren.

Auch der Einfluss von alten Traditionen verbindet Shinkai sehr schön mit modernen, mystischen Themen. Der Gegensatz von Stadt und Land spielt auf allen Ebenen eine Rolle.

Der Anime ist nun seit vier Wochen an der Spitze der japanischen Kinocharts und auf dem Weg der Überraschungsfilm dieses Jahres zu werden. Einige Kritiker sprechen bereits vom schönsten Anime aller Zeiten. Dies kann am Ende aber nur die Zeit genauer sagen. Und zumindest mit dem Thema Zeit geht der Film schon meisterhaft um.

 

 

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