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#84 "Suzumiya Haruhi no Shoushitsu" (2010)

#84 "Suzumiya Haruhi no Shoushitsu" (2010)

„Suzumiya Haruhi no Shoushitsu“

aka

„Das Verschwinden von Suzumiya Haruhi“

„Das Verschwinden von Suzumiya Haruhi“ basiert auf dem gleichnamigen vierten Roman der Serie „Die Melancholie der Suzumiya Haruhi„, der als Light Novel 2003 von Nagaru Tanigawa publiziert wurde. Kyoto Animation („A Silent Voice“ 2016) produzierte 2006 eine Anime Serie und 2010 schließlich diesen zweieinhalb stündigen Kinofilm. Obwohl ihn in Japan nur 24 Kinos zeigten, spielte der Film 100 Millionen Yen ein und erreichte Platz 7 der heimischen Kinocharts. Die Franchise ist inzwischen weltweit bekannt und hat Kultstatus erreicht. Die Figuren der Serie, insbesondere Haruhi, sind in Werbespots zu sehen und haben Cameos in anderen Animes wie zum Beispiel „Lucky Star“ (2007).



Eine Gruppe von Schülern, alle auf ihre Art mit besonderen, teilweise übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet, treffen sich jeden Tag im Clubraum ihrer Schule als sogenannte SOS Brigade. Mitglieder des Clubs sind Yuki Nagato, Mikuru Asahina, Itsuki Koizumi, Haruhi Suzumiya und Kyon, aus dessen Sicht die Ereignisse erzählt werden. Haruhi, ist besonders gut darin alle zu nerven und mit großer Klappe auf ihnen herumzuhacken. Plötzlich verschwindet diese Person, die als Gründerin des Clubs eine zentrale Rolle einnimmt und in der Lage ist die Welt nach ihren Gedanken zu verändern. Allen anderen, bis auf Kyon, fällt das aber nicht auf, und die Gemeinschaft scheint nie existiert zu haben. Nicht wissend in welche alternativen Zeitlinie er geraten ist, versucht Kyon wieder in seine Welt zurückzukommen.



In einer Art Anime-Version von „Ist das Leben nicht schön?“ (1946) realisiert der Erzähler welchen Wert Freundschaft hat und das man Dinge manchmal erst zu schätzen weiß, wenn sie weg sind. Dabei besticht besonders die trockene Art von Kyon’s Schilderungen, die sich zwischen Zynismus und Existenzialismus bewegen und uns von Anfang mit seinem Charakter verbinden. Wichtig zu erwähnen ist, dass es schon sinnvoll ist sich die Serie im Vorfeld anzusehen. Für sich gesehen funktioniert der Film nämlich nur zur Hälfte, in dem er Gefühle und Atmosphäre vermittelt, eine vollständige Erfassung der Handlung ist aber ohne Vorkenntnisse aus der Serie schwer möglich.



Die Qualität der Animation ist beeindruckend. Natürliche Bewegungen und eine ausgewaschene Kolorierung unterstützen die unaufgeregte Erzählung. Musikalisch hält sich der Anime im Hintergrund. Bis auf das immer wieder auftauchende Thema von Erik Satie’s Gymnopedie No.1 verlässt sich der Film mehr auf optische als auf musikalische Stilmittel.

Eine abschließende Bewertung fällt mir auf Grund dem fehlenden Wissen über die Serie allerdings schwer. Der Film hängt daher etwas in der Luft und lässt sich schwer einordnen. Was bleibt ist ein charmanter Anime passend zur Weihnachtszeit, der Lust macht sich noch ausführlicher mit der Franchise zu befassen.

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